Projektor vorbereiten:

Regelbarer Projektor
Warum regelbar ?  In Übereinstimmung mit der Videokamera Manu- Shutter (Verschluss) Einstellung 50/ST Sek. und der Herabgeregelten Projektor- Geschwindigkeit auf ca. 16 2/3 B/Sek. wird der Flügelschlag des Projektors für den Filmtransfer unsichtbar. Der Film wird absolut ruhig.


Ohne Verkleidung

Für den Filmtransfer sollten Sie Ihren Projektor möglichst ohne die Frontverkleidung nutzen. Sehr viele Frontverkleidungen decken auch die Perforationsräder ab. An den Perforationsrädern werden die Filmschlaufen gebildet, das geschieht in vielen Fällen durch die Film- Einfädelautomatik. Schlechte ungenaue Klebestellen verursachen Laufstörungen, die die Filmschlaufen weg ziehen, das wiederum verursacht  flackern und rattern, um diese Störungen schnell zu beheben ist es nötig an die frei liegenden Filmschlaufen zu gelangen, um diese mit einen kl. Gegenstand neu zu bilden. Streuendes Licht, welches nun ohne die Frontverkleidung nach Außen tritt können Sie mit zurecht geschnittener Pappe oder ähnlich formbaren Materialien abdecken.


 

Film Seitenrichtig vorbereiten
Da beim Abfilmen über ein Makroobjektiv das Filmbild Seitenverkehrt liegt,  kann das dadurch aufgehoben werden, indem der Film von hinten nach vorne gespielt wird. Legen Sie den Film dazu auf die Leerwickelspule (Links) so auf, wie Sie den Film vorne auflegen. Der Filmanfang kommt von oben, die Perforation liegt links. Der Film wird so seitenrichtig von der Videokamera aufgenommen.




Der Film kommt von oben. Da Sie den Film so aber schlecht so in den Filmkanal bekommen, können Sie ein Filmvorspann wie gewohnt vorne einziehen und hinten mit der Filmrolle mittels ein Tesafilm (Perforationslöcher nicht abdecken) verbinden. Die Leerspule kommt vorne rauf. Sie lassen den Film für den Filmtransfer dann Rückwerts laufen. Also Hauptschalter nach links, statt wie üblich nach recht drehen.
Tonfilme können so nicht aufgenommen werden. Diese legen Sie wie üblich vorne auf. Der Ton kann über einen Spannungsteiler vom Projektor- Ausgang direkt in den Mikrofon- Eingang der Videokamera mit aufgenommen werden. Anschließend muß der Tonfilm mit einer Video- Software
(Beispiel Magix Videodelux- in den älteren Versionen heißt das noch vertikal drehen, ab Version 16 finden Sie die Drehfunktion Unter Effekte  /Bewegungseffekte /Rotation Spiegelung. In den Symbolen rechts außen. (Hier können Sie variabel mit der Maus drehen, oder auch darunter in dem Eingabefeld gleich 180 eingeben. Sollte noch eine Vertikal- Drehung nötig sein, dann das mittlere Symbol benutzen) gedreht werden.


Abfilmobjektiv einstellen


Das ausgelieferte Objektiv hat eine Scharfeinstellung- Position, markiert durch einen senkrecht verlaufenden Strich. Sollte keine Markierung vorhanden sein, ermitteln Sie die Scharfeinstellung folgendermaßen.
 

 

Schärfeposition finden


Kamera und Projektor wie auf der Abbildung ausrichten. Abstand Kamera - Projektor  1 - 4 cm. Ein klar beleuchtetes Filmbild (hierbei ist ein extern. Lichttrafo von Vorteil)  nicht durch die Flügelblende abgedeckt im Filmfenster (Filmbühne) reinholen. Videokamera einschalten. Auf halber Monitor-Größe das Filmbild mittig ranzoomen. Evtl. Kamera grob ausrichten. Nun das Filmbild vollformatig in den Sucher zoomen. Jetzt die Abfilmoptik rein- oder raus schieben bis das Bild im Sucher scharf ist. Die Position am Objektivtorbus markieren. Beim Filmtransfer wird an der Abfilmoptik nicht mehr nachgestellt. Sie verbleibt immer an dieser Position. Alles andere regelt die ab nun die Videokamera. Automaische Scharfeinstellung reicht in den meisten Fällen aus.

HIER ein kl. Film dazu

 

Videokamera ausrichten:

 

ausrichtenVideokamera und Projektor stehen sich unmittelbar, Objektiv an Objektiv gegenüber. Die Einstellungen an der Videokamera können  (bis auf den Verschluss ein 50/stl. Sek.) auf automatisch stehen. Das verbindende Glied ist das Makroobjektiv am Projektor. Über dieses gelangt die Videokamera aus dem Nahbereich Format füllend zum Filmbild. Es gilt erst einmal eine Unterlage für die Videokamera zu schaffen. Objektiv und Videokamera sollten sich auf gleicher Achse befinden. Eine 100% Ausrichtung ist noch nicht nötig. Die folgt erst in der Großaufnahme.

Aus Erfahrung ist eine feststehende Videokameraverbindung (Stativ oder sonst ein verschraubter Unterstand) nicht hilfreich. Im Gegenteil sogar hinderlich. Während des Filmtransfers kommt es gelegentlich zu einem veränderten Bildstrich. Oder irgend sonst welche Störungen. Bei einer freistehende Videokamera kann ich, ohne das ich diese groß anfassen muß, den Unterstand leicht und ohne große Verwackelungen seitlich neu ausrichten. In der Höhenverstellung wird der Projektor am vorderen Höhenrad ausgerichtet.  Dazu muß auch unterhalb der Videokamera etwas Platz sein.

 

ausrichten-hoeheUnterhalb der Videokamera: Der Unterstand besteht aus zwei Teilen. Die erste Unterlage (hier Blau) steht etwas weiter vom Projektor ab, so das ich noch ausreichend Platz habe. Mit der Hand kann ich den Projektor in der Höheneinstellung mit zwei Finger ohne wahrnehmbare Störungen auszurichten. Die zweite Unterlage (hier Grün) dient der Videokameraauflage und liegt näher zum Projektor. So habe ich unten Freiheit und oben kann ich bis an das Objektiv heran.

 


 

 

Der besondere Vorteil der externen Lichtversorgung

Licht von einem externen Trafo. Kunden die gleich einen externen Trafo mitbestellt, oder im Lieferumfang haben, sind gegenüber dem Licht aus einem laufenden Projektor im Vorteil. Mit externem Licht braucht der Projektor nicht zu laufen. Sie holen das erste Filmbild vor die Filmbühne und schalten das Licht aus externer Quelle ein. Nun können Sie in Ruhe die Videokamera einstellen. Der stehende Film wird dabei nicht beschädigt. Die 20W Lichtleistung wird keinen Schaden am Film verursachen. Bei vielen Filmen rate ich unbedingt zu einer Externen Lichtquelle. Ein sehr schöner weiterer Vorteil ist, das Sie nach erfolgter Einstellung die Videokamera schon laufen lassen und den Projektor erst danach starten. So wird aus dem stehenden eingefrorenen Bild plötzlich ein lebendig bewegter Film. Ein sehr schöner Effekt. 
 

 

Filmregelung

variable

Projektorgeschwindigkeit auf die Videokamera einstellen. Die Videokamera muß auf ein 50/st. Sek. Verschlusszeit stehen. Schalten Sie den Projektor auf Ihre benötigte Laufrichtung Vor- oder Rückwerts ein. Beobachten Sie im Kameramonitor den Film. Regeln Sie langsam am Regler die Geschwindigkeit bis der Film ohne Flackern ruhig steht. Je nach Projektortyp ist der Regler zum drehen oder schieben. Sie bekommen ein absolutes ruhig stehendes Bild, welches in keiner Weise an einen Super 8 Film erinnert. Der Regler braucht in der Regel nicht mehr oder nur sehr wenig nachgestellt werden.

 

 

einstellung-0Einstellung übernehmen: Nachdem Sie nun alles Eingestellt haben, kann es eigentlich auch losgehen. Ob S8 oder N8 der Einstellvorgang ist immer derselbe. Bei jedem neuen Film den Sie aufzeichnen wollen, müssen meist einige Feineinstellung wiederholt werden. Nicht im ganzem Umfang, aber zumindest den Bildausschnitt.